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ab und an ein Gedanke Spaziergangsarten Lisa nebenbei bemerkt

 

 

 

 

 

1958 Tochter
1965 Schülerin
1977 Bürokauffrau
1995 Mutter
2004 Malende
2008 Königin der Wechseljahre
(und zwischendurch noch dies und das)

Projekte:
2006 Zeichnen gegen Beschneidung -->
www.art-against-fgm.com
2007 Kunsta(u)ktion zugunsten krebskranker Kinder

Ausstellungen:
2004 Möbelhaus Aksu, Köln "Vinylbilder"
2007 Kunstmesse Stadthalle Osnabrück
2008 Kunst-Meile Köln-Dellbrück, "Taschenkunst"

Ein imaginäres Interview, 2007::
Warum haben Sie mit dem Malen angefangen?
Es gab keinen Grund mehr, länger zu warten. Früher hatte ich Gründe: Kein Talent, keine Zeit, kein Geld, aber Sehnsucht. Dumm, werden Sie sagen, aber so war es nun mal. Ich bin im Sternzeichen Krebs geboren, und es heißt, daß die Krebse oft erst in ihrer zweiten Lebenshälfte zu ihrer Bestimmung finden. Ich brauchte einfach etwas länger, um zu verstehen, daß ich nur ein Leben lang Zeit habe.

Zeit, wozu?
Zu leben. Sie wissen schon, all diese Dinge, mit meiner Tochter zu lachen, meinen Mann zu küssen, alle alten französischen Filme anzusehen, das Meer rauschen zu hören, oder Schokoladeneis zu schmecken, Marienkäfer zu beobachten, zu malen, mich mit Ihnen zu unterhalten.

Wissen Sie schon, welches Bild sie als nächstes malen werden?
Nein, ich weiß nur, was mich beschäftigt, ich habe Skizzen, Notizen, Pläne, aber wann ich was wie umsetze, ist eine Entscheidung des Augenblicks.

Und was beschäftigt Sie?
altes - neues
verborgenes - sichtbares
gefühltes - gedachtes
erlebtes - erträumtes.

Gut, dann frage ich anders: Was beschäftigt Sie in diesem Moment?
Sie natürlich. Nein, ernsthaft, ich kann das nicht beantworten. Tausend Begriffe hüpfen durch meinen Kopf, und lassen sich nicht fassen. Und je mehr ich sie ordnen möchte, um so chaotischer wird es.

Können Sie einige Begriffe herauszupfen?
Die Menschen, die Sichtweisen, die Gemeinsamkeiten und die Gegensätze. Milchkaffee, die Kreter, ein Bild von Sigmar Polke aus dem Jahr 1982, lange schwarze Haare, Worte wie Realität, Normalität, Wahnsinn, abstrakte Fotografie. Möchten Sie noch mehr hören?

Ich werde den Eindruck nicht los, daß Sie sich nicht festlegen wollen.
Ich möchte nur wie ein Schmetterling von Blume zu Blume fliegen.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

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